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03.02.2017

Hoher Besuch: Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler bei GABIS GmbH

Speyer, 13. Januar 2017:

„Interessanter Besuch bei GABIS GmbH in Speyer. Gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung mit Equal pay am ersten Tag und hoher Vermittlungsquote in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis! Vorbildlich!“ so postete Sabine Bätzing-Lichtenthäler, rheinland-pfälzische Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie nach ihrem Besuch auf ihrer Facebook-Seite.

Am 13. Januar 2017 war die rheinland-pfälzische Sozialministerin...

der Einladung des GABIS-Geschäftsführers Thomas Cantzler nach Speyer gefolgt, um sich über die Arbeit des Unternehmensverbundes VFBB | GABIS | DIAG zu informieren. Im Fokus des Besuchs stand der Austausch über soziale Themen wie Zeitarbeit, Qualifizierung für den Arbeitsmarkt, demografische Entwicklung und Fragen zur Situation der Flüchtlinge. Anwesend waren Thomas Cantzler und seine Geschäftsführerkollegin im Unternehmensverbund, Doris Eberle (VFBB e. V. und DIAG gGmbH,) sowie die VFBB-Vorstandsmitglieder Gerd Rheude und Vera Priebe-Zehe und Beiratssprecher Karl-Adolf Fischer.

Zeitarbeit darf nicht zum Dauerverhältnis werden

Ein wichtiges Instrument für Unternehmen, um ihre Flexibilität zu erhalten und Auftragsspitzen auszugleichen – nicht um Geld zu sparen. So sei Zeitarbeit ursprünglich gedacht - aber dabei müsse es auch bleiben. Die GABIS-Prinzipien Equal-pay ab dem ersten Tag sowie die Vermittlung in ein festes Beschäftigungsverhältnis als Unternehmensziel bezeichnete sie als vorbildlich. Die Übernahmequote der GABIS-Beschäftigten von 40 Prozent in den letzten 20 Jahren könne sich sehen lassen. Diese sei ungewöhnlich hoch für die Zeitarbeitsbranche.

Überzeugendes soziales Engagement

Etwa die anrechnungsfreie GABIS-Zuzahlung von 400 Euro monatlich während der gesamten Umschulungsdauer zum Industriemechaniker im „Speyerer Modell“, das der VFBB zusammen mit PFW Aerospace und der Agentur für Arbeit durchführt seien wichtige Anreize des Unternehmensverbundes. Sowohl aus ihrer Arbeit im Landesministerium als auch aus ihrer 12-jährigen Tätigkeit im Bundestag ist der Ministerin die Problematik bestens bekannt. Diese Zusatzzahlung sowie die engmaschige VFBB-Betreuung verhinderten Umschulungs-Abbrüche. Ein solches Engagement stelle sicher, dass der Einsatz von Steuergeldern den gewünschten nachhaltigen Effekt habe – so ihr Resümee. Als Win-Win-Situation bezeichnete sie es, Senioren und alleinerziehende Frauen im Speyerer Projekt sophi | Der Laden zusammenzubringen. Die DIAG gGmbH gibt gerade Alleinerziehenden über haushaltsnahe Dienste eine Chance, gemäß ihrer Betreuungszeiten wieder in den Beruf einzusteigen. Mit finanzieller Förderung der GABIS GmbH können Senioren dieses Reinigungsangebot nutzen und somit länger in ihrem persönlichen Umfeld wohnen.

Für Integration existenziell wichtig: Sprache, Sprache, Sprache

„Aufgrund der Kompetenzfeststellungen der angekommenen Flüchtlinge wissen wir: wir haben teilweise ein niedriges Bildungsniveau aber andererseits ein hohes Potenzial. Es wird einfach dauern. Aber wenn die Wartezeiten für Flüchtlinge zu lange sind, verfällt dieses Potenzial.“ So erklärte Ministerin Bätzing-Lichtenthäler die momentane Situation der Flüchtlinge aus ihrer Sicht. Deshalb aber auf ein ausreichendes Sprachniveau von B1 oder B2 zu verzichten, wäre fatal. Integration könne beispielsweise in kleinen Handwerksbetrieben schon früh möglich sein aber gerade im Dienstleistungs- oder Pflegebereich sei gute Kommunikation existenziell wichtig, um die Menschen gemäß unseres Fachkräftebedarfs ausbilden zu können. „Wir brauchen eine gute Basis – und für die Arbeit mit Menschen erst recht“, erklärte sie. In diesem Zusammenhang lobte sie die Bemühungen und vielfältigen Projekte des Unternehmensverbundes in diesem Bereich.

Auch weiterhin Ansprechpartnerin für den Unternehmensverbund

Mit der Zusage, Ministerpräsidentin Malu Dreyer sowie der Ministerrunde von ihrem Speyerer Besuch zu berichten, bedankte sich die rheinland-pfälzische Sozialministerin für die Einladung. Gleichzeitig sagte sie zu, zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen auch weiterhin als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen.
Wir bedanken uns bei der rheinland-pfälzischen Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, für Ihren Besuch und ihr Interesse an unserer Arbeit.